Bio und Fair von der Plantage bis in den Mund


Rapunzel feiert 30 Jahre Bio-Schokolade und 25 Jahre Hand in Hand-Fairhandels-Programm

[14-07-2017] Schokolade muss schmecken und lecker aussehen. Mehr Anforderungen haben wir an diese Leckerei für gewöhnlich nicht.
Dabei sollten wir definitiv anspruchsvoller sein. Zum Beispiel dahingehend, dass die Zutaten aus biologischem Anbau kommen. Und dass die Schokolade fair hergestellt wurde.

Besonders der zweite Punkt ist noch immer keine Selbstverständlichkeit: Armut, Hunger und insbesondere Kinderarbeit gehören laut makechocolatefair.org auch heute zum Alltag auf den Kakaoplantagen, besonders in Westafrika, wo der größte Teil des Kakaos für unsere Schokoladen herkommt.
Eine Bäuerin bei El Ceibo.

© Eine Bäuerin bei El Ceibo.


Ob diese und weitere Kriterien auch tatsächlich erfüllt werden, wird regelmäßig überprüft: Eine unabhängige Kontrollstelle führt regelmäßige Audits vor Ort durch.
Ein solches Audit umfasst das Überprüfen von sowohl den Kriterien, die die Hand-in-Hand-Partner einhalten sollten als auch von den Kriterien, die sich Rapunzel selbst auflegt.
 

Doch welche Produkte tragen das Hand-in-Hand-Siegel?

Ein Rapunzel Produkt trägt das HIH-Siegel, wenn mehr als 50 Prozent der verwendeten Rohstoffe von Hand-in-Hand-Lieferanten stammen. Insgesamt gibt es rund 100 Rapunzel Hand-in-Hand-zertifizierte-Produkte.
 

Wie sieht das konkret bei der Schokolade aus?

Der Kakao für die Rapunzel Schokoladen kommt von den Kleinbauern-Kooperativen El Ceibo in Bolivien sowie Conacado in der Dominikanischen Republik, der Vollrohrzucker von Planeta Verde in Brasilien. Alle Lieferanten sind Hand-in-Hand-Partner.
Die Milch für Vollmilchschokolade stammt aus dem Allgäu. Weitere Zutaten wie zum Beispiel Haselnüsse oder Kokos stammen von anderen langjährigen Lieferanten und können ebenfalls Hand-in-Hand-zertifiziert sein.


Hand in Hand: Fairhandels-Programm bei Rapunzel

Dabei gibt es fair und biologisch produzierte Schokolade durchaus – zum Beispiel bei Rapunzel Naturkost. Dieses Jahr feiert der Naturkosthersteller 30 Jahre Bio-Schokolade und 25 Jahre Hand-in-Hand-Programm (HIH) – das hauseigene Fairhandelsprogramm.

Dieses hat strenge Kriterien, die zum Beispiel garantieren, dass entlang der Produktionskette menschenwürdige, gesunde und sichere Arbeitsbedingungen vorherrschen. Dass Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten ist. Und dass der Rohstoffpreis, den Rapunzel zahlt, über dem durchschnittlichen Marktniveau liegt (alle Hand-in-Hand-Kriterien findet ihr auf www.rapunzel.de/kriterien-hand-in-hand).

Und natürlich gilt auch hier: Das Produkt, das aus den Rohstoffen entsteht, ist zu hundert Prozent biologisch.

Auch Joseph Wilhelm (links), Gründer von Rapunzel, besucht die Kooperative El Ceibo persönlich.

© Auch Joseph Wilhelm (links), Gründer von Rapunzel, besucht die Kooperative El Ceibo persönlich.


Kampagne für faire Schokolade

Leider ist das Hand-in-Hand-Fairhandelsprogramm von Rapunzel nur eins von wenigen, die tatsächlich faire Lebensmittel garantieren.

So berichtet die Tulane Universität (USA, 2015), dass „allein in der Elfenbeinküste und in Ghana mehr als zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen“ arbeiten (yumda).
Die Menschenrechtsorganisation Südwind und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordern deshalb die Abschaffung von Kinderarbeit im Kakaoanbau.

Dasselbe fordert die Kampagne „Make Chocolate fair!“. Die Initiatoren aus ganz Europa setzen sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Kakao-Arbeiterfamilien ein und informieren auf ihrer Webseite über Hintergründe, Fakten und vielem mehr.
Und sorgen so hoffentlich dafür, dass immer mehr Schokoladen wirklich biologisch und fair produziert werden.

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