Auf die Doshas, fertig, los!


Themenmonat Ayurveda: Über die drei Bioenergien und die sieben Konstitutionen

kummod/unsplash/llmicro/Pixabay//Collage: jedes-essen-zaehlt.de

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[10-01-2017] Vata, Pitta, Kapha – wer diese Worte zum ersten Mal hört, könnte meinen, sie entstammen einem Fantasyfilm. Dabei sind es die drei „Doshas“ in der ayurvedischen Lehre, auch Bioenergien oder Grundkräfte genannt.

Letztere ist vielleicht die bessere Bezeichnung, da Vata, Pitta und Kapha durch die Beobachtung von Naturkräften entwickelt wurden. Jeder kennt diese fünf Kräfte – sie bestehen aus den vier Elementen und einer weiteren Form von Energie:
 
  • Feuer
     
  • Wasser
     
  • Erde
     
  • Wind/Luft
     
  • Raum (nach Hans H. Rhyner) / Äther (nach Volker Mehl bzw. yoga-vidya.de)
 

Wie wird daraus ein Dosha?


Aus diesen Kräften besteht nicht nur unsere Umwelt, sondern nach Ayurveda-Lehre auch unser Körper. Treffen zwei (oder mehr) dieser Bioenergien aufeinander, entstehen daraus die drei Doshas:

Vata = Wind/Luft + Raum/Äther

Vata gilt im menschlichen Organismus als das Dosha für die Bewegung. Sprich, es ist unter anderem verantwortlich für die Atmung und für die Dynamik hinter Stoffwechselprozessen.


Pitta = Feuer + Wasser (nur ein kleiner Teil Wasser)

Pitta gilt als das Feuerprinzip oder auch Umwandlungsprinzip. Es regelt alle Stoffwechselprozesse im Körper, steuert Verdauung, Sehvermögen, Temperatur, Hunger, Durst und sogar Intelligenz.


Kapha = Wasser + Erde

Kapha gilt als das Strukturprinzip. Es hält den Körper quasi zusammen und verleiht ihm Stabilität gegenüber äußeren Einflüssen, sowohl, was Immunsystem also auch das mentale Gleichgewicht betrifft.


Apropos „Gleichgewicht“: Eine Krankheit bedeutet nach Ayurveda, dass die Doshas im menschlichen Körper in ein Ungleichgewicht geraten sind.
 

Und was hat das mit mir zu tun?


Nach der Ayurveda-Lehre besitzt jedes Lebewesen eine individuelle Konstitution, bei der ein oder auch mehrere Doshas dominieren. Hans H. Rhyner spricht in dem Buch „Das große Ayurveda Ernährungsbuch“ von sieben Konstitutionstypen, (auf yoga-vidya.de werden sogar zehn Typen erwähnt):
 
  • Singuläre Typen:
    • Vata
    • Pitta
    • Kapha
       
  • Duale Typen:
    • Vata-Pitta
    • Pitta-Kapha
    • Vata-Kapha
       
  • Tridosha-Typ:
    • Vata-Pitta-Kapha zu gleichen Teilen

Am häufigsten sind laut Hans H. Rhyner und yoga-vidya.de die drei dualen Konstitutionstypen.
 

Welcher Typ bin ich?


Finde es heraus! Am besten und professionellsten geht das bei einem Ayurveda-Arzt. Doch auch in der Fachliteratur und natürlich im Internet findest du Tests dazu. Zum Beispiel hier:

www.ayurveda-akademie.org/fileadmin/user_upload/AyurMed_GmbH/Dosha_Test.pdf

Oder hier:

www.yoga-vidya.de/ayurveda/ayurveda-test/
 

Jetzt weiß ich, welche Konstitution ich habe. Doch was bedeutet dies für mich?


Du hast also deinen Grundtypus herausgefunden. Nehmen wir an, du bist ein Pitta-Kapha-Typ – diese beiden Doshas dominieren also in dir. Nach Ayurveda solltest du demnach die fehlenden Elementarpartikel (in diesem Fall Vata) deinem Organismus zuführen, damit er im Gleichgewicht ist.

Dies gelingt zum Beispiel durch Bewegung und Atmung, aber eben vor allem auch durch Ernährung. So sagt dir die Ayurveda-Lehre beispielsweise, welche Art von Nahrungsmitteln du zu dir nehmen und welche Speisen du
besser meiden solltest.

Mehr darüber zum Beispiel hier:

www.ayurveda-klinik.de/nahrungsmittel-richtlinien.html
www.ayurveda-akademie.org/ayurveda-infocenter/ayurveda-ernaehrung/
 

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10 Tipps für Ayurveda im Alltag
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