8 Food Trends für 2017


Stina Spiegelberg verrät euch, was dieses Jahr angesagt ist

[28-03-2017] Vermutlich wurde noch nie so viel über Essen und Lebensmittel gesprochen wie heutzutage. In einem Gastbeitrag verrät euch unsere liebe Vegan-Bloggerin Stina Spiegelberg acht Food Trends für 2017.
Essen gehört schon lange zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, und auch für viele andere bildet sich hier ein deutlicher Trend ab. „Essen wird eine Frage der Weltanschauung und des Sozialprestiges“ (Marktforschungsinstitut TNS Infratest).

Die eigentliche Nahrungsaufnahme rückt mehr und mehr in den Hintergrund, während „Essen“ immer mehr zum Lebensinhalt und Lifestyle Accessoire avanciert. Wir zelebrieren und teilen unsere Mahlzeiten, und vernetzen uns damit über den ganzen Globus. 
Kein Wunder also, dass der Food-Sektor mit immer neuen Ideen überrascht. Lange vergessene Lebensmittel erleben plötzlich ihren großen Hype, und exotische bis einheimische Superfoods übernehmen die Weltherrschaft.

Gelangweilt von Spaghetti mit Tomatensoße, Trennkost und Butterbrot? Manche Foods bleiben mit Sicherheit ein Dauerbrenner, doch 2017 lohnt es sich bestimmt, über den Tellerrand zu schauen! Die spannendsten Food Trends für 2017 und worauf ihr euch freuen könnt, habe ich hier für euch zusammengefasst.
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Gesund, bunt, rund


Weg mit Kalorien zählen und Diätwahn, 2017 kommen frische Gerichte aus gesunden Lebensmitteln, die uns Essen wieder ganz ohne Reue genießen lassen – und das am liebsten kunterbunt und spielend leicht.
Im Herzen sind wir doch alle kleine Kinder, die ihre Brote in Tierform und die Pancakes mit Grinsegesicht darauf verspeisen wollen. Neue Kreuzungen und Ideen bringen uns in 2017 lila Blumenkohl und mit Kohle gefärbtes Eis.
Sogenannte Rainbow-Foods verwandeln jeden Teller in einen Regenbogen kulinarischer Vielfalt. Quietschend bunte Donuts und leuchtendes Rote Bete Brot erfreuen nicht nur Kinder. Und auch die Rohkostplatte wird mit Buddha, Smoothie oder Granola Bowls zum neuen Superstar.
Die Umsetzung ist so einfach wie gesund, denn mit buntem Obst und Gemüse und ein klein wenig Geduld verwandelt sich jeder Teller in eine Villa Kunterbunt.

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Misfits


Alles muss in eine Kiste passen, Tomaten am besten eckig und transportierbar sein, und dabei im Verkaufsregal makellos und ansprechend aussehen. Dabei vergessen wir, dass unser Bild einer Karotte, Kohlrabi oder Gurke alleine von der Werbung geprägt wird.
ein Gemüse sieht aus wie das nächste, und wer einmal selbst im Garten eine Rübe aus der Erde gebuddelt hat, freut sich über lustige Charakterisierungen nach der individuellen Form. Obst und Gemüse sollte in keine Klasse passen und darf unterschiedlich schmecken, je nach Erntezeit, Boden-Beschaffenheit und Herkunft. Das macht die Vielfalt aus.
Die Slowfood-Bewegung hat zu individuellen, von Supermärkten ausrangierten Lebensmitteln eine Schnibbel-Disco ins Leben gerufen. Unter freiem Himmel bei Musik wird gemeinsam gekocht, gespeist und sich ausgetauscht. Individuelles Essen für individuelle Menschen. Wer möchte schon die Karotte von der Stange?

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Lifestyle-Guru


Gesunde Küche braucht einen Ansporn, und wer könnte da besser helfen als ein authentischer Charakter?
Die wahren Superhelden sind heute Food-Heros, die unsere Essensgewohnheiten gesund und mit einer holistischen Weltanschauung beeinflussen.
Essen ist identitätsbildend. Künftig identifizieren wir uns nicht nur mit dem, was sich auf unserem Teller befindet, sondern zunehmend mit demjenigen, der es zubereitet. Damit nehmen Markenbotschafter für Firmen einen ganz neuen Platz ein und werden zu Vermittlern, Übersetzern und Trendsettern.
Dabei ist es über die neuen Medien einfacher denn je, neue Ansätze zu teilen und andere für seine Gedanken zu begeistern. 

Veggie, Veggie, Veggie


Essen soll gut tun, und dabei nicht nur einem selbst, sondern der ganzen Welt gleich mit.
Der Trend geht hier eindeutig zu sozialfähigem Essen.
Es soll vor allem frischer und leichter werden und dabei die Welt retten.
Veggie liegt voll im Trend und entwickelt sich von einer Modeerscheinung zur neuen Weltanschauung. Fleischalternativen, Eiweiße aus Hülsenfrüchten und gesunde Restaurantketten ziehen mit und machen den Veggie-Lifestyle zu einem alltagstauglichen Happymeal.
Unternehmen nehmen ihre Verantwortung zunehmend wahr und geben zurück. Gerechtigkeit und Gleichheit, Menschlichkeit und Mitgefühl sind unter dem „Veggie“-Motto die neuen Schlagworte für 2017.
 

Hülsenfrüchte


Der Trend geht weiter. Schon 2016 wurden die kleinen Alleskönner von der UN empor gehoben und das Jahr als „Jahr der Hülsenfrüchte“ deklariert. Mitunter um Krankheiten effektiv vorzubeugen, sowie die nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen.
Durch mehr und mehr Veggies richten auch Unternehmen ihre Lebensmittelherstellung auf die Kundennachfrage aus. Als hätte das vergangene Jahr die kleinen Runden erst so richtig ins Rollen gebracht, ist nun alles aus Hülsenfrüchten erhältlich.
Und damit meine ich wirklich alles: neben Wiederentdeckungen und vielen neuen Sorten stehen nun Pasta, Mehle aus Hülsenfrüchten und Joghurt im Supermarktregal.
Mit Bohnen-Brownies, Lupinen-Porridge und Linsenpasta sieht der Teller aus wie ein gesunder Maskenball. Nähstoffe werden trendy, Bohnen-Brownies sexy.
Stina Spiegelberg, Veganpassion

Indulgence over the top


Mit dem Hype der gesunden Ernährung und dem Druck, immer fitter und jünger auszusehen, entwickelt sich eine Gegenbewegung.

Was wir als „Cheat Day“ kannten, wird zum indulgence Food (Verwöhn-Essen). Egal wie gesund wir leben, wir suchen immer noch nach einer Belohnung, einem Genussmoment. Und was könnte uns besser belohnen als ein over-the-top Freakshake?

Die großen Milchshakes im Schraubglas mit Donuts, Sahne und Zuckerwatte drauf. Oder doch lieber eine Cookie-Pizza und S’mores? Für alle Fitness-Fanatiker gibt’s die dann mit mehr Eiweiß und ganz ohne Zucker. Die Welt ist wirklich verrückt.
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Social Food


Ein Konzert besuchen? So 2016! Street Food Festivals und gemeinsame Kochevents sind der letzte Schrei!
Dein Essen wird zum Lifestyle und der Lifestyle wird das Essen. Und am besten teilst du es gleich mit deiner Familie, deinen Freunden und der ganzen Welt.
Niemals zuvor wurden so viele Essensbilder in Instagram und Facebook hochgeladen, es gibt mehr Food-Messen denn je.
Bei den Schnibbeldiscos von Slow Food gibt es krummes Gemüse und schrille Beats. Menschen stehen stundenlang Schlange um Studenten beim Eisröllchen-Formen im Thai-Style zuzusehen.
Die nie dagewesene Diversität an Lebensmitteln bietet Gastronomen einen ganz neuen Ansatz, Essen als Erlebnis zu präsentieren. Essen wird zum Statussymbol, Ausdruckmedium und zur gemeinschaftlichen, gesellschaftsfähigen Abenteuerspielwiese.


Kokospower


Die Kokosnuss verleiht exotischen Gerichten schon lange das gewisse Südseeflair.
Mit Neuprodukten zeigt die Kokosnuss 2017 all ihre Facetten. Zu Kokosmilch und Kokosöl reihen sich nun kreative und aufregende Produkte aus Kokosblütenzucker, Kokosmuse, Kokoswasser und verschiedenen Sorten an Kokoschips. Für Glutenallergiker ist besonders das reichhaltige Kokosmehl von Interesse.
So findet die Kokosnuss beinahe täglich Platz auf dem Tisch – zum Braten, als Drink, in Curry, Müsli und Pancakes.
Als wäre sie nicht schon vielseitig genug in Speisen, macht die Kokosnuss als Faser für Teppiche und Gewebe langsam ihre Runde. An der Kokosnuss schön zu sehen, schließt sich mit ganzheitlichem Denken der Kreis, und Lebensmittel werden mit allen nützlichen Bestandteilen und ohne Abfall verwertet. 


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