Klima und Umwelt


Dr. Jenny Teufel

Schonen saisonale und regionale Produkte die Umwelt und das Klima?


In Kürze: Ja! Das liegt an den kürzeren Transportwegen und am geringeren Energieverbrauch der Produkte. Und wer zum Einkaufen das Fahrrad nutzt, tut Klima und Umwelt zusätzlichen Gutes.
Wer nach dem Saisonkalender isst und seine Lebensmittel bei Betrieben aus der Region kauft, leistet einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und fördert gleichzeitig die regionale Landwirtschaft.

Bio im Einkaufskorb schont das Klima zusätzlich. Das gilt für tierische Produkte wie Fleisch, Käse und Milch ebenso wie für Obst, Gemüse, Getreide & Co.

Der Transport von Lebensmitteln kann das Klima stark belasten.

Wie sehr es leidet, hängt z. B. von der zurückgelegten Strecke und dem verwendeten Transportmittel ab. Flugzeuge sind die größten Klimakiller, denn sie belasten die Atmosphäre um ein Vielfaches stärker als Transporte mit Hochseeschiffen, da durch den Ausstoß in den höheren Schichten der Atmosphäre das globale Klima stärker beeinflusst wird als durch den Ausstoß in Bodennähe.

Flugware wie Ananas, Mango oder Kiwi, die nach Deutschland eingeflogen wird, ist daher eine Zumutung für unsere Umwelt. Auch Erdbeeren, die im Winter aus Übersee importiert werden, sollten nicht im Einkaufskorb landen.

Wie stark das Klima durch Lebensmitteltransporte per Flugzeug belastet wird, hat das Freiburger Öko-Institut in einer Studie untersucht. 1

Hier geht es zum PDF-Download der Studie
Tatsächlich ist es schwierig, pauschale Aussagen zur Klima- und Umweltfreundlichkeit regionaler Erzeugnisse zu treffen. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Klimabilanz eines Lebensmittels. In der Regel gilt aber:

Wenn man Bio-Produkte aus der Region mit dem Fahrrad statt mit dem Auto einkauft oder den Einkauf mit sowieso geplanten Fahrten verbindet, ist dies in den meisten Fällen klimafreundlicher als sich für weit gereiste Bio-Ware zu entscheiden. 
Nach der Saison einzukaufen entlastet das Klima außerdem: Freilandware verbraucht weniger Energie als Obst und Gemüse aus beheizten Treibhäusern.

Es tut aber nicht nur dem Klima gut, wieder mehr frische, regionale Produkte in die Küche zu holen und nach der Saison zu kochen. So liefert z. B. reif geerntetes Obst und Gemüse aus der Region mehr gesunde Inhaltsstoffe als auf langen Transportwegen nachgereifte Ware. 
1 Die ökologische Bedeutung der Lebensmitteltransporte per Flugzeug untersuchte das Öko-Institut e.V. z.B. in einer Studie von Kirsten Havers „Die Rolle der Luftfracht bei Lebensmitteltransporten - Aktuelle Entwicklungen in Deutschland und deren ökologische Folgen.

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